Impfung

Impfungen JA oder NEIN?

Warum impfen?

Keine Frage, Impfungen können selbstverständlich Hundeleben retten und tödliche Krankheiten verhindern. Zusammengefasst können Impfungen:

  • schwere Krankheitsverläufe abwehren,
  • vor Ansteckungen schützen (meistens von nicht geimpften Hunden),
  • vor gesundheitlichen Folgeschäden von Erkrankungen schützen oder diese signifikant abmildern,
  • Krankheitsausbreitungen blockieren.

Welche kritischen Meinungen gibt es?

Trotzdem hört und liest man immer wieder sehr kritische Meinungen,

  • von starken Nebenwirkungen,
  • von wissenschaftlich veralteten Wirkstoffen in der Tiermedizin,
  • zweifelhafter Wirksamkeit,
  • gepaart mit wirtschaftlichen Interessen.

Was passiert bei einer Impfung?

Nach einer Impfung laufen im Körper komplexe Prozesse ab, die Vorgänge im Immunsystem nachahmen. Kurz zusammengefasst passiert Folgendes:

Bei einer Impfung werden absichtlich abgetötete oder abgeschwächte Krankheitserreger in den Körper gegeben. Ein gesundes Immunsystem kann daraufhin Antikörper bilden. So wird das Immunsystem befähigt, bei einer tatsächlichen Ansteckung sofort Abwehrmaßnahmen ergreifen zu können.

Impfungen bei Welpen

Eine Grundimmunisierung im Welpenalter dient dem Aufbau eines zuverlässigen Impfschutzes. Es werden in relativ kurzen Abständen

  • Staube,
  • Paravovirose
  • Leptospirose und
  • Hepatitis

geimpft. In den meisten Fällen wird durch die Grundimmunisierung ein sehr langer (bis hin zu lebenslangen) Impfschutz erreicht.

Kritische Impfung – Tollwutimpfung

Die Tollwutimpfung wird immer noch (zeitigstens) mit 12 Wochen empfohlen, obwohl Deutschland als tollwutfrei gilt.

Sinn oder Unsinn einer Impfung

Immer mehr Hundebesitzer fragen sich, ob wirklich eine Impfung jedes Jahr sinnvoll ist. Insbesondere sind dabei in den Fokus sowohl die Nebenwirkungen bei Mehrfachimpfungen als auch die Grippeschutzimpfung (SHPPI) gerückt. Es ist nicht nötig einen Organismus, der genügend Antikörper gebildet hat, immer wieder neu zu impfen. Es liegt im Ermessen des Impfstoffherstellers, ob er eine Wirksamkeit von ein- oder drei Jahren ausgibt.

Um dem Tier sinnfreie Wiederholungsimpfungen zu ersparen, kann man von einem Tierarzt einen Antikörper-Titertest durchführen lassen.  Bei einem Titertest wird bestimmt, ob der Hund noch genügend Antikörper z. B.  gegen

  • Staube,
  • Paravovirose,
  • Hepatitis

besitzt.

Ist der Titerwert (Impfschutz) ausreichen, kann dieser im Impfbuch dokumentiert werden. Auch der Tollwutschutz lässt sich über einen Antikörpernachweis bestimmen!

Fazit

In Deutschland gib es keine gesetzliche Impfpflicht für Hunde. Letztendlich kommt es immer auf eine Risikobewertung an, ob eine Impfung durchgeführt werden soll oder nicht. Informieren Sie sich im Vorfeld über die Vor- und Nachteile der Impfung aber auch über einen sinnvollen Impfzyklus!

Entscheiden muss dies jeder Hundebesitzer selbst.

Posted by Redakteur in weitere Infos