Hat mein Hund Flöhe oder Milben?

So manch Hilferuf hat mich von Welpenbesitzern erreicht, in denen das Gleiche geschildert wurde:

„Nachdem nach langem Suchen, Hoffen und Warten endlich unser ersehnter Welpe bei uns einzog, waren wir überglücklich. Alles verlief so wie wir es uns vorgestellt haben. Unser Welpe tollte herum, schlief und fraß wie erwartet. Aber in den letzten Tagen stimmt etwas nicht mehr mit ihm. Obwohl wir immer aufgepasst haben, z. B. das er beim Gassigehen nichts von der Straße frisst oder ins hohe Gras rennt. „

Diese Hilferufe haben mich nun inspiriert, hier etwas über eine häufige Ursache zu schreiben.

Wussten Sie, dass Flohbefall einer der häufigsten Krankheiten bei Hunden ist?

Vor den Hilferufen war mir dies auch nicht so bewusst. Nach reichlicher Recherche und Erfahrungswerten kann ich jetzt sagen, leider es ist so. Um den Artikel lesbar zu gestalten, schreibe ich von Flöhen. Aber ich beziehe in diesem Artikel auch die Gattung der Milben mit ein (wenn ich hier von Flöhen schreibe, meine ich auch einen Milbenbefall). Besonders erwähnenswert sind hier die Grasmilben, die doch sehr häufig vorkommen. Bei Befall knappern sich die Hunde oft an den Pfoten und die Pfoten können sich entzünden.

All diese Parasiten lassen die befallenen Tiere aufgrund ihrer vielen Bisse richtig leiden. Bei starkem Befall kratzt sich der Hund fast ununterbrochen. Dabei schwillt oft die Haut an und es kann zu lokalen Blutungen kommen. Bei ganz extremen Flohbefall kann es sogar zu Blutarmut kommen, wenn die Flöhe zu viel Blut gesaugt haben.

Daneben können Flöhe auch viele Krankheiten beim Hund auslösen und übertragen, so z.B. Hundebandwürmer und Flohspeichel-Allergie.

Was kann man dagegen tun?

  • nicht in hohe Wiesen gehen
  • nach dem Spaziergang das Fell ausbürsten und auf Flöhe absuchen
  • auch auf Flohkot achten; kleine schwarze Punkte im Fell könnte Flohkot sein
  • mit einem Flohkamm das Fell gründlich kämmen
  • Schlafplätze und Lieblingsruheplätze regelmäßig reinigen
  • gute Floh-Shampoos bewähren sich auch oft

Ist man sich eines Flohbefalls sicher, müssen geeignete Maßnahmen ergriffen werden. Dabei muss man nicht immer gleich die große Chemiekeule auspacken und den Hund damit eventuell mehr Schaden zufügen. Floh-Shampoos können eine gute Alternative sein. Aber egal welche Maßnahme ergriffen wird, auf jeden Fall muss das Verhalten des Hundes und die „Wunde“ gut beobachtet werden.

Leider werden Flöhe immer hartnäckiger und aggressiver. Man braucht oft lange bis man diese Parasiten wieder los hat. Haben Sie also etwas Geduld. Desto wichtiger ist die genannte genaue Beobachtung. Wenn man sich unsicher ist oder der Zustand des Hundes sich verschlechtert, ist es ratsam den Tierarzt zu konsultieren. Dieser kann weitreichend informieren und wenn notwendig eine Behandlung einleiten.

Gibt es zum Schluss noch eine gute Nachricht?

Nach diesen doch recht drüben Zeilen möchte ich wenigstens mit einer guten Nachricht den Artikel beenden. Bei einer rechtzeitigen Behandlung bekommt man die Flöhe wieder los und ihr kleiner „Freund“ wird schnell wieder Freude am Leben bekommen.

Flöhe oder Milben bei Hunden
Flöhe oder Milben bei Hunden

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